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Dezember-Abschlag für Erdgas wird über die Jahresabrechnung ausgezahlt

Nichts tun und Geld zurück.

Das Wichtigste für die 8500 Erdgas-Kunden der Stadtwerke in einem Satz zusammengefasst: Sie müssen nichts, aber auch rein gar nichts tun, um wie von der Bundesregierung versprochen den Dezember-Abschlag geschenkt zu bekommen. ,,Wir regeln das", verspricht Stadtwerke-Geschäftsführer Rolf Echelmeyer. Der örtliche Energieversorger wird die Abschläge allerdings nicht gesondert überweisen, sondern auf der Jahresabrechnung, die Mitte Januar in den Haushalten ankommt, verrechnen. Wenigstens genauso wichtig: Claudia Vallböhmer als kaufmännische Leiterin geht davon aus, dass die meisten Erdgas-Haushalte für das Jahr 2022 Geld zu-rückbekommen
werden.

Wie das? Rolf Echelmeyer führt drei Gründe an: ,,Die Gasbeschaffungsumlage wurde im letzten Moment gekippt, die Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent gesenkt und außerdem hatten wir bislang sehr milde Temperaturen, was sich natürlich positiv auf den Gasverbrauch auswirkt."

Die Mehrwertsteuersenkung gilt übrigens nicht nur für die letzten drei Monate, sondern für das ganze Jahr. Damit hat es sich allerdings mit den guten Nachrichten. Die Stadtwerke-Leitung muss nämlich eine schlechte hinterherschieben. Vertriebsleiter Tobias Wünnemann: ,,Wir werden Anfang des Jahres die Preise für Erdgas und auch Strom anheben müssen." Die Anpassungen fielen allerdings moderat aus, möchte Wünnemann die Kunden beruhigen. Im Vergleich zu anderen Anbietern am Markt hielten sich die Stadtwerke sehr zurück.

Im bundesweiten Vergleich ist der örtliche Energieversorger nach wie vor mit seinen Preisen für Erdgas und Strom unschlagbar günstig. Für Rolf Echelmeyer das Ergebnis einer klugen Einkaufsstrategie. So kauften die Stadtwerke die Energie weit im voraus ein. Und zwar immer dann, wenn die Preise niedrig seien. ,,Das zahlt sich jetzt aus", so der Geschäftsführer. Übrigens auch in Bezug auf die Zahl der Kunden. Die ist gerade beim Strom in den letzten Jahren rapide auf mittlerweile mehr als 11 000 gewachsen. Gestartet war der Versorger bei der Übernahme des Stromgeschäfts mit 3500. 

Das Dezember-Abschlagsgeschenk ist für die Stadtwerke-Mannschaft eine echte Herausforderung. ,,Das war ein Schnellschuss", lacht Claudia Vallböhmer bitter. Sie hat sich unter anderem durch den dazugehörigen elfseitigen Gesetzestext gequält. Mit der Umsetzung sind die Stadtwerker aber
keineswegs erlöst. Was Rolf Echelmeyer den „doppelten Leberhaken" nennt, heißt offiziell Energiepreisbremse, die im kommenden Jahr die Verbraucher entlasten soll. Wie das Mammut-Projekt organisatorisch von den Versorgern gewuppt werden soll? Stadtwerke-Geschäftsführer Rolf Echelmeyer hat
noch keine Ahnung. Er weiß nur: ,,Das wird bedeutend komplexer als der Dezemberabschlag."

Ablesen für die Jahresabrechnung

Alle Jahre wieder: Das Ablesen der Strom- und Erdgaszähler steht für die Stadtwerke-Kunden an. Wie die kaufmännische Leiterin Claudia Vallböhmer
erläutert, gehen die Ablesekarten an die Haushalte in diesem Jahr allerdings später, nämlich erst Ende des Monats, in die Post. Sie hofft darauf, dass
immer mehr Bezieher von Strom und Gas ihre Zählerstände direkt über das Onlineportal der Stadtwerke im Internet eingeben. ,,Dann haben wir sie
direkt im System", so Vallböhmer. Fehler bei der Eingabe seien ausgeschlossen, die Kunden profitierten vom automatischen Plausibilitäts-Check. Den Stadtwerke-Mitarbeitern erspare das digitale Erfassen der Daten für die Jahresabrechnung eine Menge Arbeit.

WN, 10.11.2022

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