Schließen

Kontakt

Telefon der Zentrale: 02552 707-0

E-Mail: info@swst.de

Stördienstnummer: 02552 707-100

Gigabit-Netz in den Gewerbegebieten

Stadtwerke Steinfurt schließen Lücken

Jahrelang tat sich wenig in der Kreisstadt in Sachen Breitbandausbau, jetzt aber geht es voran – und das mit Riesenschritten. Nachdem in den Außenbereichen, gefördert durch die öffentliche Hand, der Ausbau am weitesten vorangeschritten ist und er mittlerweile auch in den beiden Innenstädten Gestalt annimmt, sollen nun letzte Lücken in den Gewerbegebieten geschlossen werden. Während ansonsten die Deutsche Glasfaser als ausbauendes Unternehmen dominiert, haben in diesem Sektor von Beginn an die Stadtwerke den Hut auf.

„Etwas mehr als 90 Unternehmen und damit rund ein Drittel der Firmen, die in den Gewerbegebieten ansässig sind, verfügen noch über keinen Breitbandanschluss. Das wollen wir nun ändern“, erklärte Christoph Eckelmeier, Technischer Bereichsleiter beim lokalen Energieversorger, beim Pressetermin. Hintergrund ist, dass die Stadtwerke jetzt im Rahmen des von Bund und Land angebotenen Förderprogramms „Breitbandausbau in Gewerbegebieten“ nach einem vom Breitbandkoordinator des Kreises Steinfurt begleiteten Ausschreibungsverfahren den vorläufigen örtlichen Zuschlag erhalten haben. Anfang kommenden Jahres soll es losgehen mit der Verlegung der noch fehlenden Anschlüsse, dann werden nochmals rund neun Kilometer desschnellen Netzes in den Steinfurter Boden kommen.

„Wir werden dazu zwei Hauptverteiler, so genannte Point of Presence an der Wiemelfeldstraße und an der Nordbahnstraße errichten, von wo aus das Netz sich verzweigt“, betonte Magnus Stallmeier als stellvertretender Bereichsleiter Vertrieb. Der Energieversorger rechnet mit einer Bauzeit von rund 18 Monaten.

Mit ihm Boot ist auch die Stadt Steinfurt: Sie zahlt einen zehnprozentigen Eigenanteil für den Ausbau. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer betonte beim Pressetermin, dass dies bestens angelegtes Geld sei. Denn eine Stadt, die nicht in das schnelle Netzinvestiere, werde in der wirtschaftlichen Entwicklung auf das Abstellgleis gestellt. Stadtwerke-Chef Rolf Echelmeyer versicherte, dass der Energieversorger nicht nur für die reinen Gebäudeanschlüsse sorgen werde. Zudem sei ein großer Datendurchsatz („Gigabit-Netz“) sowie eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet. Bei der Wahl des Providers, der die verschiedenen Internet-Dienstleistungen anbietet, sei der Kunde frei.

Beim Pressetermin im Hauptgebäude des Wilmsberg Campus waren mit Hausherr Christopher Sheldon sowie Sören Korf, Geschäftsführer des IT-Systemhauses Syscon, gleich zwei Vertreter anwesend. Beide betonten die steigende Nachfrage auch von kleineren und mittleren Unternehmen nach einem qualifizierten Breitbandanschluss. Dieser sei mittlerweile einer der wichtigsten Standortfaktoren überhaupt.
Die städtische Wirtschaftsförderin Debbie Schürhörster stellte klar, dass die Stadt „in absehbarer Zeit“ auch die letzten verbleibenden weißen Glasfaser-Flecken im Stadtgebiet schließen werde. Dies erfolge im Rahmen einer „grauen öffentlichen Förderung“ dort, wo kein privatwirtschaftlicher Ausbau stattfindet. Ziel sei eine Abdeckung von „99,9 Prozent des Stadtgebiets“.

Unternehmen in den Gewerbegebieten und darüber hinaus, die an einem Breitbandanschluss von den Stadtwerken interessiert sind, können sich bei den Stadtwerken über die Modalitäten informieren. Ansprechpartner ist der Technische Bereichsleiter Christoph Eckelmeier (Telefon 0 25 52/70 75 37).

Quelle: WN, 10.11.2021

Wird geladen